Umstellung auf den Digitalfunk

Trotz der Coronapandemie, gab es auch im Jahr 2020 Neuanschaffungen bei der Feuerwehr Neuenkirchen. So wurde im vergangenen Jahr nicht nur die Technik des ELW1 aufgerüstet, sondern auch der gesamte Funk in Neuenkirchen von Analogfunk auf Digitalfunk umgestellt.

Es wurden 30 neue Funkgeräte beschafft, welche die alten analogen Funkgeräte ersetzen. Innerhalb eines Tages sind die neuen Funkgeräte in alle Fahrzeuge der Feuerwehr Neuenkirchen eingebaut worden. Hierzu mussten zunächst die alten analogen Funkgeräte in allen Fahrzeugen demontiert werden.

Somit funkt die Feuerwehr Neuenkirchen nun komplett Digital. Lediglich auf dem ELW1, MTF2 und dem SW2000 befinden sich jeweils noch ein analoges 2m-Gerät. Dieses wird benötigt um in der Übergangszeit, im Falle einer überörtlichen Hilfe mit den Einsatzkräften die noch nicht auf den Digitalfunk umgestellt haben, kommunizieren zu können.

Die Umstellung auf den Digitalfunk bietet einige Vorteile im Gegensatz zum Analogfunk. So sind nun die Funkgespräche Ende-zu-Ende verschlüsselt und damit abhörsicher, auch die Sprachqualität beim Funken ist deutlich höher als bei den Analogfunkgeräten.

In der Zeit des Analogfunks wurde bei der Feuerwehr in den umgangssprachlichen 2m- und 4m-Funk unterschieden. Der 4m-Funk bildete dabei den Fahrzeugfunk beispielsweise zur Leitstelle, der 2m-Funk (hier ein Gerät der Firma Kenwood) wurde zur Kommunikation an der Einsatzstelle unter den Einsatzkräften genutzt.

Bei den Digitalfunkgeräten gibt es eine ähnliche Unterscheidung, hier wird in die beiden Betriebsarten „trunked mode operation“ (TMO) und „direct mode operation“ (DMO) unterschieden. In der Betriebsart TMO benutzt das Funkgerät ein spezielles Netz, welches mit einem Mobilfunknetz verglichen werden kann. Über dieses Netz ist eine Kommunikation über weitere Wegstrecken möglich, man kann es also ein wenig mit dem alten 4m Funk vergleichen. In der Betriebsart DMO wird direkt zwischen den Funkgeräten gefunkt, dies ist somit ähnlich zum analogen 2m-Funk.

Das gute an den neuen digitalen Funkgeräten ist, dass diese in beiden Betriebsarten funken können. Dies war mit den alten Funkgeräten nicht möglich, hier wurden zwei verschiedene Funkgeräte benötigt.

Bei der Feuerwehr Neuenkirchen werden Funkgeräte der Marke Sepura verwendet. Dabei gibt es wie auf dem Foto zu sehen, zwei verschiedene Modelle. Die bereits vorhandenen Digitalfunkgeräte (links) werden natürlich weiter genutzt. Die Bedienung der beiden Funkgeräte ähnelt sich weitestgehend. Um aber eine sichere Benutzung zu gewährleisten, gabs es eine Einweisung der Neuenkirchener Einsatzkräfte. Durch die Umstellung auf den Digitalfunk hat jede Einsatzkraft, auch eine Halterung zum Montieren einer Helmsprechgarnitur bekommen. Dies ermöglicht ein deutlich angenehmeres Funken.

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