Tierrettung

Datum: 11. Dezember 2021 um 13:51
Alarmierungsart: 2. Gruppe
Dauer: 4 Stunden 39 Minuten
Einsatzart: TH_klein 
Einsatzort: Emsdettener Straße
Mannschaftsstärke: 34
Fahrzeuge: ELW-1 , HLF 20 , LF10-2 , GW-L2 , MTF-2 
Weitere Kräfte: FL-OCH-3-HLF10 , FL-OCH-3-MTF 


Einsatzbericht:

Tierrettung war am vergangenen Samstag um 13.51 Uhr das Alarmstichwort für die 2. Gruppe der Feuerwehr Neuenkirchen. Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in St. Arnold war in einer Stallung ein Spaltenboden durchgebrochen und vier Rinder und ein Mastbulle waren in die Güllegrube gefallen. Der Landwirt hatte bei Eintreffen der Feuerwehr bereits alle anderen Tiere aus dem Stallbereich herausgebracht und damit begonnen, die Gülle in einen anderen Stall umzupumpen. Die fünf Tiere waren unverletzt und da die Gülle bei den Tieren etwa bis zur Mitte des Oberkörpers stand, konnten die Tiere noch umherlaufen und waren nicht akut in Lebensgefahr. Die Gülle wurde zunächst von den Kräften der Feuerwehr mit Wasser verdünnt, damit das Umpumpen mit der Güllepumpe des Landwirtes besser funktionierte. Nach Rücksprache mit der Kreisleitstelle wurde eine Gruppe der Feuerwehr Ochtrup, Löschzug Welbergen, gegen 15.30 Uhr zur nachbarschaftlichen Hilfe nachalarmiert. Der Löschzug Welbergen verfügt über ein Großtierhebegeschirr und für die Großtierrettung ausgebildete Feuerwehrkräfte. Weiterhin wurde ein Landwirt aus Neuenkirchen gefragt, ob er die Rettungsaktion mit einem Teleskoplader unterstützen könne. Nachdem die Kräfte der Feuerwehr Welbergen sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht hatten und der Teleskoplader eingetroffen war, wurde jeweils ein Tier von den anderen separiert und unten in der Güllegrube von den Einsatzkräften aus Welbergen mit dem Hebegeschirr versehen. Dann konnten nach und nach alle Tiere unversehrt aus der Grube gehoben und nach Sichtung durch eine Tierärztin in einem anderen Stall untergebracht werden. Als letztes wurde der große und schwere Zuchtbulle aus der Grube gehoben. Dank der professionellen Arbeit der Kameradin und der Kameraden aus Welbergen sowie des Teleskopladerfahrers verlief die Rettungsaktion ruhig und zügig und alle eingesetzten Feuerwehrkräfte blieben unverletzt.

Eingesetzt waren zehn Einsatzkräfte aus Welbergen mit dem HLF 10 und dem MTF sowie 24 Einsatzkräfte aus Neuenkirchen mit ELW 1, HLF 20, LF 10-2, GWL-2 und MTF 2.