Ganztagsübung
Am Samstag fand bei der Feuerwehr Neuenkirchen die Ganztagesübung statt. Nach der Begrüßung durch die Wehrleitung wurde zunächst der geplante Tagesablauf vorgestellt, bevor die Einsatzkräfte in verschiedene theoretische und praktische Ausbildungseinheiten starteten. Ein Schwerpunkt am Vormittag lag auf der Einweisung in die neuen Atemschutzgeräte der Firma MSA, einem Hersteller für Feuerwehr- und Sicherheitstechnik aus Berlin. Bei den neuen Geräten handelt es sich um sogenannte Überdruck-Atemschutzgeräte. Das bedeutet, dass in der Atemschutzmaske ein leichter Überdruck herrscht, sodass bei einer Undichtigkeit keine Schadstoffe von außen eindringen können. Die Beschaffung der neuen Geräte wurde notwendig, da für die bisherigen Atemschutzgeräte keine Ersatzteile mehr verfügbar sind. Zudem setzt auch der Kreis auf die gleichen Geräte, wodurch bei größeren Einsatzlagen problemlos weitere Atemschutzgeräte bereitgestellt und untereinander getauscht werden können.
Nach der Einweisung in die neuen Atemschutzgeräte wurden zwei Gruppen gebildet. Diese durchliefen anschließend nacheinander zwei weitere Ausbildungseinheiten. Dabei wurden zum einen die Grundlagen eines ABC-Einsatzes in der Theorie wiederholt, zum anderen wurde der Umgang mit dem Mehrzweckzug praktisch geprobt.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte am Nachmittag eine Übung zur Flächenlage. Dafür wurde im Gerätehaus der Stabsraum eingerichtet. Im Gemeindegebiet wurden mehrere Übungsstationen vorbereitet, deren Abarbeitung durch den Stabsraum koordiniert wurde. Die Fahrzeuge HLF20-1, HLF20-2, TLF3000-1 und GW-L2 waren dazu im Gemeindegebiet unterwegs. Ziel war es, dass jedes Großfahrzeug jede Station anfährt und die jeweiligen Aufgaben abarbeitet. Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit zwischen Stabsraum, Gruppenführern und Fahrzeugbesatzungen trainiert.
An der Eschenstraße wurde das Anleitern geübt. In Landersum stand die Erkundung der Hydranten und der örtlichen Gegebenheiten im Mittelpunkt.
An der Emsdettener Straße wurde am Regenrückhaltebecken die Wasserentnahme aus offenem Gewässer geübt. Dabei erfolgte auch eine Einweisung in einen neuen schwimmenden Saugkorb, der direkt praktisch ausprobiert wurde. Im Gerätehaus wurde parallel der Aufbau eines Atemschutz-Dekonplatzes geprobt.
Ziel der Nachmittagsübung war es, die Bedienung der iPads zu trainieren, den Maschinisten Fahrpraxis mit den Großfahrzeugen zu ermöglichen, Ortskenntnisse zu vertiefen und vorhandenes Wissen wieder aufzufrischen.
Nach rund acht Stunden konnte die Ganztagesübung beendet werden. Der Abend klang anschließend bei Gegrilltem und Kaltgetränken in gemütlicher Runde aus.









